Themen: Partei-Politik, Gesellschaft, Gleichstellung
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Im Baselbieter Regierungsratswahlkampf trat SVP-Kandidat Matthias Liechti gegen den Grünen Philipp Schoch an. Die EVP beschloss trotz Fraktionsgemeinschaft mit den Grünen Stimmfreigabe; ihr Präsident schloss sich jedoch dem Unterstützungskomitee Schochs an. Die Kolumne führt die Haltung auf die gemeinsame Zugehörigkeit von Liechti und EVP-Regierungsrat Thomi Jourdan zu Freikirchen zurück. Grüne kritisierten, zwei Freikirchler in der Regierung seien zu viel. Die Autorin unterscheidet zwischen verschiedenen liberalen und konservativen Ausprägungen von Freikirchen, verweist aber auf Konflikte um Konversionstherapien, Abtreibung, Gleichstellung und Impfungen. Entscheidend sei nicht die Zahl religiöser Regierungsmitglieder, sondern Transparenz darüber, ob und wie Glaubensüberzeugungen politische Positionen prägen. Kritisiert werden religiös begründete politische Haltungen, wenn sie nach Ansicht der Autorin mit anderen, unwissenschaftlichen Argumenten verdeckt werden. Die EVP habe ihre Priorität auf Glaubensgemeinschaft statt auf ihr übriges politisches Programm zumindest offen gezeigt.