Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Ende 2025 arbeiteten in der Schweiz mehr als 400'000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger, gegenüber 84'000 im Jahr 1978. Der Beitrag ordnet das Wachstum ein und fragt nach dessen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Folgen. Im Zentrum stehen verbreitete Annahmen darüber, ob Grenzgänger weniger verdienen, Arbeitsplätze von ansässigen Beschäftigten verdrängen oder schlechter qualifiziert sind. Ebenso thematisiert werden Massnahmen gegen Lohndumping. Als wesentlicher Treiber des Anstiegs gilt das Freizügigkeitsabkommen zwischen der Schweiz und der EU, das im Juni 2002 in Kraft trat, zusammen mit der guten Lage der Schweizer Wirtschaft. Zugleich verweist der Text auf eine ältere geografische Struktur: Die Romandie, das Tessin und die beiden Basel beschäftigen zusammen mehr als 80 Prozent der grenzüberschreitenden Arbeitskräfte. Die Entwicklung verlief nicht gleichmässig und wird laut Beitrag häufig politisch instrumentalisiert oder von Befürchtungen und vereinfachenden Vorstellungen geprägt.