Themen: Gesundheit, Wissenschaft, Leben
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Forschung liefert keine eindeutige Antwort darauf, ob Vollmond den Schlaf verschlechtert. Eine Basler Studie von 2013 mit 33 Testpersonen stellte in Vollmondnächten weniger Melatonin, 30 Prozent weniger Deltawellen sowie durchschnittlich 20 Minuten weniger Schlaf und fünf Minuten längere Einschlafzeiten fest. Die Teilnehmenden hatten keinen Zugang zu Mondlicht und kannten die Mondphase nicht. Die Aussagekraft bleibt begrenzt, weil die Personen nicht über einen ganzen Mondzyklus beobachtet wurden. Eine Auswertung des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie mit Daten aus 2'097 Nächten fand dagegen keinen Zusammenhang. Eine Studie von 2021 mit Gruppen in argentinischen Dörfern und Seattle beobachtete wiederum, dass Teilnehmende vor Vollmond später einschliefen und weniger schliefen. Als mögliche Faktoren gelten Licht, biologische Rhythmen, Erwartungen und möglicherweise Gravitation. Bei Schlafproblemen helfen Abdunkeln, ein regelmässiger Rhythmus und weniger Koffein, Alkohol oder Bildschirmzeit vor dem Schlafen.