Themen: Wirtschaft/Finanzen, CH-Politik
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Arbeitslosenversicherung verfügt laut Seco weiterhin über Rücklagen von rund acht Milliarden Franken, schloss 2025 aber mit einem Verlust von 249 Millionen Franken ab. Arbeitgeber und Arbeitnehmer zahlten 8,3 Milliarden Franken ein, während der Bund seinen bisherigen Beitrag von rund 600 Millionen Franken im Zuge von Sparmassnahmen strich. Wegen gestiegener Arbeitslosigkeit zahlten die regionalen Arbeitsvermittlungszentren rund eine Milliarde Franken mehr Taggelder aus. Insgesamt beanspruchte das Umlageverfahren 6,6 Milliarden Franken. Die auf zwei Jahre verlängerte Kurzarbeitsentschädigung kostete wegen US-Strafzöllen zusätzlich rund 100 Millionen Franken. Die Verwaltungskosten stiegen um rund zehn Prozent auf über 860 Millionen Franken. Die Verzinsung des Eigenkapitals betrug nur 20 Millionen Franken und lag damit etwa 75 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Autor kritisiert die Verwaltungskosten und fordert angesichts der Reserven tiefere Beiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.