Themen: CH-Politik, Umwelt
Regionen: Schweiz, Wallis/Graubünden, Tessin
Tessins Staatsrat Norman Gobbi beanstandet die unterschiedliche Behandlung von Hilfsfällen durch den Bund. Für Crans-Montana habe Bern rasch entschieden, auf die Rückerstattung von rund 1,5 Millionen Franken für Behandlungskosten italienischer Patienten zu verzichten und den Betrag selbst zu tragen. Dagegen warteten die im Jahr 2024 vom Unwetter schwer getroffenen Täler Vallemaggia, Mesolcina und Wallis weiterhin auf konkrete Unterstützung. In einem Facebook-Beitrag verweist Gobbi auf über zwei Jahre Wartezeit, rechtliche Einschränkungen und nur schrittweise fliessende Hilfen für die betroffenen Gemeinden. Den Respekt gegenüber den Opfern und ihren Familien stelle er nicht infrage. Die unterschiedlichen Fristen und Verfahren hinterliessen jedoch ein tiefes Gefühl der Bitterkeit.