Themen: Wirtschaft/Finanzen, Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Europa
Die französische Dockarbeitergewerkschaft CGT plant einen 24-stündigen Streik, der nach eigenen Angaben 95 Prozent der französischen Häfen treffen soll. An den Terminals sollen keine Waren be- oder entladen werden. Betroffen wären rund 14'000 Hafenbeschäftigte, darunter 7500 Dockarbeiter, von Dünkirchen bis La Réunion. Frankreichs Häfen schlugen 2025 insgesamt 330 Millionen Tonnen Güter um, entsprechend 7 bis 8 Prozent des europäischen Verkehrs. Die Gewerkschaft kritisiert Massnahmen im Budgetentwurf der Regierung, die aus ihrer Sicht soziale Sicherungssysteme gefährden. Sie fordert eine Erhöhung des Mindestlohns sowie Lohnerhöhungen statt nicht beitragspflichtiger Prämien und will sich auch am nationalen Streik vom 5. November beteiligen. Zugleich richtet sich die Aktion gegen Krieg und eine Militarisierung der Häfen. Europäische Gewerkschaften lehnen EU-Pläne ab, den Transit von Verteidigungsmaterial über zivile Verkehrsinfrastruktur zu erleichtern. Vertreter von 35 europäischen Häfen erklärten in Istanbul, Dockarbeiter sollten kein Glied in der Kette von Kriegen werden.