Themen: Gleichstellung, Geopolitik
Regionen: International, Nordamerika, China
Beim Treffen von US-Präsident Donald Trump und Chinas Präsident Xi Jinping waren die politischen Verhandlungen ausschliesslich mit Männern besetzt. Das Bild des Gipfels löste in den USA Kritik aus. Die Ökonomin Gita Gopinath wertete es als Sinnbild für das Ende einer Leistungsgesellschaft, weil in beiden Ländern zahlreiche qualifizierte Frauen vorhanden seien. Historikerin Halima Kazem sieht darin eine bewusste Inszenierung männlicher, militarisierter und ausschliessender Autorität. Anders als bei Treffen in der Obama-Ära hätten Frauen in den zentralen Delegationen gefehlt. Damals nahmen unter anderem Susan Rice, Hillary Clinton und Chinas Vizeministerpräsidentin Liu Yandong teil. Am jüngsten Treffen gehörten nur wenige Frauen auf Seiten von Geschäftsleuten zur US-Delegation. Auch bei Friedensverhandlungen seien Frauen weitgehend ausgeschlossen, obwohl ihre Beteiligung laut wissenschaftlichen Erkenntnissen die Dauerhaftigkeit von Friedensabkommen erhöhe.