Themen: Klima&Energie, Ungleichheit, Gesellschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Ein Autor beschreibt die Klimakrise als allgegenwärtige, aber im Alltag verdrängte Bedrohung. Werbung für Fast Food, Glace und Billigflüge stehe im Kontrast zur Dringlichkeit, Emissionen zu senken und eine Katastrophe zu verhindern. Er verweist darauf, dass Gesellschaften technische Lösungen für Verkehrssicherheit, Gesundheit und Komfort entwickeln könnten, diesen Erfindergeist aber nicht ausreichend für den langfristigen Schutz vor der Erderwärmung einsetzten. Besonders kritisiert er die Ungleichheit der Folgen: Superreiche könnten sich mit Privatjets, Yachten und Bunkern abschotten, während Menschen mit geringeren Mitteln trotz eigener Bemühungen besonders gefährdet seien. Konsumfragen, geopolitische Machtkämpfe und neue Produkte würden bei einer umfassenden Krise ihre Bedeutung verlieren. Der Autor hinterfragt zwar den missionarischen Ton klimapolitischer Appelle, hält Klimaschutz aber für ein Anliegen, das alle betrifft. Er fordert neben Entscheidungen der Verantwortlichen auch individuelles und gemeinsames politisches Engagement.