Themen: Kultur, Gesellschaft
Regionen: International, Nordamerika
Der South Bronx der 1970er-Jahre war von Deindustrialisierung, Armut, Wohnungsbränden und Ganggewalt geprägt. Nach dem Bau der Cross-Bronx Expressway wurden zehntausende Menschen verdrängt; vor allem afroamerikanische und puerto-ricanische Familien landeten in schlecht ausgestatteten Wohnsiedlungen. Gleichzeitig überzogen junge Graffiti-Künstler die New Yorker U-Bahn mit Bildern, die Fotograf Henry Chalfant dokumentierte. Er verstand seine Fotos als oft einzige erhaltene Spur der rasch entfernten oder übermalten Werke. In diesem Umfeld wandelten sich Teile der Gangkultur und organisierten Feste im Quartier. Am 11. August 1973 veranstalteten Cindy Campbell und ihr Bruder Clive, DJ Kool Herc, eine Party im Gemeinschaftsraum des 1520 Sedgwick Avenue. Herc verlängerte mit zwei identischen Schallplatten die rhythmischen Breaks von Funk, Soul und Reggae. Blockpartys verbanden DJing, Tanz, Rap und Graffiti und machten Hip-Hop später auch in Manhattan und darüber hinaus sichtbar.