Themen: Klima&Energie, Wissenschaft, Umwelt
Regionen: International, Europa
Historische Aufnahmen des extremen Elbe-Niedrigwassers von 1904 in Dresden sind authentisch. Sie werden jedoch in einem Video irreführend als Beleg gegen den menschengemachten Klimawandel verwendet. Damals führten ausbleibender Regen und grosse Hitze zu tiefen Wasserständen; die Stadt Dresden nutzte das trockene Flussbett für Arbeiten an Brücken und im Flussbett. Frühere Dürren und Niedrigwasser widerlegen den Klimawandel nicht. Entscheidend sind laut Fachleuten Stärke und Häufigkeit solcher Ereignisse. Das Video selbst nennt nach 1904 weitere Trockenjahre, darunter 2005, 2015, 2022 und 2026. Umweltbundesamt und Deutscher Wetterdienst erklären, dass steigende Temperaturen die Verdunstung erhöhen, Böden austrocknen und damit weniger Wasser in Flüsse gelangt. Seit 1961 habe die Zahl der Tage mit niedriger Bodenfeuchte deutlich zugenommen. Neun der zehn wärmsten Jahre seit 1881 seien nach 2000 verzeichnet worden. Bei ungebremstem Klimawandel wird mit einer starken Zunahme von Trockenheit gerechnet.