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Kopftuchverbot an Zürcher Schulen: «Damit schliesst man muslimische Mädchen aus»

TSRI
Kopftuchverbot an Zürcher Schulen: «Damit schliesst man muslimische Mädchen aus»

Themen: CH-Politik, Bildung, Gleichstellung

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Der Zürcher Kantonsrat hat das SVP-Postulat «Keine Unterdrückung von Frauen und Mädchen an Zürcher Schulen und Kindergärten» angenommen. Eine Allianz aus SVP, FDP, EVP und EDU sowie einzelnen GLP- und Grünen-Mitgliedern stimmte für ein Verhüllungsverbot für Schülerinnen und Lehrerinnen. SP, Mitte, AL und die übrigen Grünen lehnten die Vorlage ab. Kritikerinnen und Kritiker sehen darin ein gezielt auf muslimische Mädchen und Frauen ausgerichtetes Kopftuchverbot. Der Grünen-Kantonsrat Benjamin Walder beanstandete, dass Kippas und Nonnen-Schleier nicht erfasst seien. SP-Kantonsrätin Mandy Abou Shoak bezeichnete die Regelung als stigmatisierend und warnte, sie könne muslimische Mädchen in Privatschulen und damit in Parallelstrukturen drängen. Auch die Vereinigung der Islamischen Organisationen in Zürich hält ein pauschales Verbot für ungeeignet und fordert eine Stärkung der Selbstbestimmung. Der Regierungsrat muss innert zwei Jahren die Umsetzung prüfen. Bildungsdirektorin Silvia Steiner erklärte, Einschränkungen für Schülerinnen seien nur zurückhaltend und unter Beachtung der Religionsfreiheit möglich.

TSRI

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