Themen: Klima&Energie, Umwelt, Wissenschaft
Regionen: International, Europa
Historische Filmaufnahmen belegen aussergewöhnliches Niedrigwasser am Rhein im Herbst 1949 und Einschränkungen für die Schifffahrt. Ein Instagram-Beitrag nutzt sie jedoch fälschlich als Beleg, aktuelle Warnungen vor Hitze und Trockenheit seien Panikmache und der menschengemachte Klimawandel existiere nicht. Frühere Dürren widerlegen Klimawandelfolgen nicht, weil dafür vor allem Veränderungen bei Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen entscheidend sind. Das Umweltbundesamt nennt fehlenden Niederschlag, stärkere Verdunstung und sinkende Bodenfeuchte als zentrale Faktoren für Dürren; steigende Temperaturen begünstigten alle drei. Der Deutsche Wetterdienst verweist darauf, dass neun der zehn wärmsten Jahre seit 1881 nach 2000 lagen und diese Häufung nur durch die menschengemachte Erwärmung erklärbar sei. Intensivere Sommerverdunstung lässt Böden stärker austrocknen, sodass sie sich in feuchteren Monaten weniger erholen. Längere Trockenheit kann auch Flusspegel senken und die Binnenschifffahrt beeinträchtigen.