Themen: Migration/Asyl, Innen-Politik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Nordamerika, Afrika
Die US-Einwanderungsbehörde ICE nahm im Juli laut Bericht 49’571 Menschen fest. Über die Ziele von Deportationen veröffentlicht die Trump-Regierung keine Statistiken. Bekannt wurde jedoch die Abschiebung mehrerer Migrantinnen und Migranten in die Zentralafrikanische Republik. Die iranische Regimekritikerin Nika, ein Deckname, war nach Protesten gegen das iranische Regime in die USA geflohen. Nach einer Vorladung durch das Department of Homeland Security wurde sie im Juni festgenommen und am 11. Juni mit Menschen aus Afghanistan, Irak und Georgien nach Bangui geflogen. Dort fürchtet sie Kriminalität, Erpressung durch Polizisten und nach Ablauf ihrer Aufenthaltserlaubnis eine erneute Abschiebung nach Teheran. Die Zentralafrikanische Republik ist seit 2013 von Bürgerkrieg, Armut und Vertreibung geprägt. Nach Zahlungen der USA von 135 Millionen Dollar an Organisationen in Bangui wird mit weiteren Deportationen gerechnet.