Themen: Partei-Politik, Migration/Asyl, Demokratie
Regionen: International, Europa
Die AfD hat auf ihrem Parteitag in Erfurt einen 14-köpfigen Bundesvorstand gewählt, von dessen Mitgliedern sechs neu im Gremium sind. Viele der neuen Funktionäre stammen aus der inzwischen aufgelösten Jungen Alternative, die als gesichert rechtsextremistisch eingestuft war. Der Vorstand vereint langjährige Vertraute des Thüringer Landeschefs Björn Höcke mit Personen aus dem Netzwerk der wiedergewählten Co-Vorsitzenden Alice Weidel. Mehrere Mitglieder vertreten laut ihren öffentlichen Aussagen ein völkisches Verständnis von Zugehörigkeit, das zwischen Staatsbürgerschaft und einem vermeintlich «echten» Deutschsein unterscheidet. Genannt werden etwa Stefan Möller, Hannes Gnauck, Marc Jongen und Jean-Pascal Hohm. Auch Forderungen nach «millionenfacher Remigration» sowie Nähe zur Identitären Bewegung und zu Martin Sellner prägen mehrere Profile. Weidel erhielt 81 Prozent, Tino Chrupalla 70 Prozent. Zu den neu gewählten Mitgliedern zählen Sven Tritschler, Stefan Möller, Katrin Ebner-Steiner, Hannes Gnauck, Alexander Jungbluth, Micha Fehre, Maximilian Kneller und Jean-Pascal Hohm. Der neue Vorstand dürfte die völkische Ausrichtung der Partei weiter stärken.