Themen: Kultur, Wirtschaft/Finanzen, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt hat auf sinkende Mitgliederzahlen und rückläufige Kirchensteuern mit einer breiteren Finanzierung reagiert. Steuereinnahmen machen heute weniger als die Hälfte der Mittel aus. Stiftungspfarrämter, Vermögensverwaltung, verkaufte Dienstleistungen und Fördervereine ergänzen die Finanzierung. Um zusätzliche Gelder zu gewinnen, definierte die Kirche zehn Zielgruppen und analysierte, welche Menschen über ihre 15 Basler Kirchen erreichbar sind. Laut Kirchenratspräsident Lukas Kundert brachte diese Ausrichtung fünf Millionen Franken ein. Damit kann die Kirche neben Gottesdiensten weiterhin Quartierarbeit sowie Projekte wie ein Obdachlosenangebot und eine Notunterkunft realisieren. Kundert bezeichnet die Struktur mit Orts- und Personalkirchgemeinden, Projekten, Diensten, Migrationsgemeinden und sechs Stadtklöstern als Holdingkirche. Am Basler Stiftungstag betonten Kundert und Regierungspräsident Conradin Cramer zudem Vertrauen und persönliche Begegnungen als Grundlagen wirksamer Partnerschaften zwischen Förderorganisationen und Geförderten.