Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft, Partei-Politik
Regionen: International, Europa
Anette Dowideit fordert mit ihrem Buch «Ich bin doch kein Rassist, aber …» eine differenzierte und faktenbasierte Debatte über Migration und Integration in Deutschland. Sie kritisiert, dass Zuwanderung häufig entweder pauschal mit Kriminalität und Belastungen verbunden oder jede Kritik daran sofort als Rassismus verstanden werde. Diese Polarisierung schüre Angst und Hass und helfe der AfD im Wahlkampf, unter anderem vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Als Beispiel nennt sie Friedrich Merz’ Aussage zum «Stadtbild», die sie als rassistisch beurteilt, weil offenblieb, welche Menschen gemeint seien. Konkrete Probleme müssten dagegen benannt werden, etwa eine überdurchschnittliche Gewaltkriminalität junger zugewanderter Männer aus Marokko. Zugleich dürften daraus keine Schlüsse über alle Ausländer gezogen werden. Das Buch behandelt Fragen zu Kriminalität, Sozialleistungen, Antisemitismus und Schulen. Dowideit verweist auf spürbare Probleme etwa im Bildungsbereich, warnt jedoch vor Desinformation und vor der Vermischung von Arbeitsmigration und Flucht.