Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Die Debatte über Migration und Integration in Deutschland ist nach Auffassung des Autors stark von Ängsten, Vorurteilen und vereinfachenden Deutungen geprägt. Zuwanderung könne gesellschaftlich, kulturell und wirtschaftlich bereichern, bringe aber auch Kosten und Integrationsprobleme mit sich. Fluchtmigration und angeworbene Arbeitsmigration würden dabei häufig vermischt. Schutzsuchende hätten ein individuelles Recht auf Prüfung ihres Asylgesuchs; neben Asyl gebe es auch subsidiären Schutz bei drohendem ernsthaftem Schaden im Herkunftsland. Der Autor will Fragen zu Kosten, Kriminalität, Terrorgefahr und gesellschaftlicher Akzeptanz mit Statistiken, Studien und Gesprächen untersuchen. Rechte Akteure und Teile der Medien nutzten Sorgen über Migration zur Mobilisierung oder Reichweitensteigerung, während andere Probleme vorschnell tabuisierten. Eine konstruktive Debatte müsse konkrete Probleme benennen, Ursachen prüfen und pauschale Zuschreibungen nach Herkunft vermeiden. Als Beispiel schildert der Autor ein Gespräch über einen mutmasslichen Diebstahl in einem Friseursalon und die diskriminierende Bezeichnung für Roma und Sinti.