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«Ich habe sechs Menschen getötet» – für nichts

Infosperber
«Ich habe sechs Menschen getötet» – für nichts

Themen: Krieg&Frieden

Regionen: International, Westasien

Thomas Gibbons-Neff, einst Anführer eines Scharfschützenteams der US-Marines, hat in Kabul Mullah Rahim Gulab besucht. Gegen den heutigen Taliban-Kommandanten kämpfte er im Februar 2010 bei der Einnahme von Marjah in der Provinz Helmand. Damals waren beide etwa 22 Jahre alt und versuchten laut Gibbons-Neff, einander zu töten. Beim Einsatz kämpften rund 15’000 verbündete Soldaten und Sicherheitskräfte; Gibbons-Neff sagt, er habe mindestens sechs Menschen getötet. Der Krieg habe etwa 200’000 Menschenleben gefordert, darunter rund 70’000 Zivilisten. Gulab schloss sich den Taliban an, nachdem seine Brüder gefallen waren, Gibbons-Neff den Marines, um sich gegenüber seinem Vietnam-Veteranen-Vater zu beweisen. Gulab fragte ihn nach den vielen Suiziden zurückgekehrter US-Soldaten. Gibbons-Neff erklärte die fehlende Klarheit über Sinn und Wirkung der Einsätze. Trotz ziviler Opfer sagte Gulab, er habe den früheren Gegnern vergeben.

Infosperber

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