Themen: Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Die 1997 besetzte Gisi in Winterthur verbindet Wohnraum für zehn bis zwanzig Personen mit einem alternativen Kulturangebot aus Konzerten, Bars, politischen Veranstaltungen und Diskussionen. Sie stellt auch Durchreisenden, Saisonarbeitskräften und Menschen ohne Bleiberecht Unterkunft zur Verfügung. Aktivist:in Zej bezeichnet die Besetzung als konkreten Beitrag gegen Verdrängung und für eine Entkommerzialisierung des Wohnens. Die Eigentümerin, die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte (SKKG), will das Haus sanieren und zu Mietwohnungen umbauen. Zej kritisiert, dass die Stiftung in Winterthur 1400 Wohnungen besitze und bei laufenden Sanierungen teils verdreifachte Mieten drohten. Nach dem Tod des Stiftungsgründers Bruno Stefanini und einem Erbstreit sei die Räumung der Gisi angekündigt worden. Der Zeitpunkt bleibt wegen fehlender Baupläne, Einsprachen und Verfahren unklar. Die Besetzer:innen bereiten sich auf Widerstand vor und wollen den Kultur- und Wohnraum verteidigen.