Themen: Kultur
Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg
Christine Lüthi hat nach 13 Jahren als Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin die Ausgabe 2026 des Swiss Chamber Music Festivals in Adelboden abgeschlossen und übergibt die Leitung an Timo Waldmeier. Sie blickt vor allem mit Vorfreude auf die weitere Entwicklung des Festivals zurück. Als prägend nennt sie die offene Begegnung zwischen jungen Künstlerinnen und Künstlern, Publikum und lokalen Partnern. Rund 40 Personen nahmen erstmals am offenen Singen teil, das Waldmeier leitete. Musikalische Grenzgänge wie das Konzert des ungarischen Quartetts Géza mit Schwyzerörgeler Thomas Aeschbacher stehen für das Konzept, unterschiedliche Welten zusammenzuführen. Zwei verletzungsbedingte Ausfälle kurz vor Auftritten konnten durch Ersatzmusiker aufgefangen werden. Lüthi hebt aussergewöhnliche Spielorte, Schulkonzerte, Apéros und direkte Kontakte zwischen etablierten und jungen Ensembles hervor. Die finanzielle Absicherung bleibe trotz eines kleinen Polsters anspruchsvoll; wichtig seien öffentliche Hand, Stiftungen, Mitglieder und lokale Partner.