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«Ich wollte einen lesbischen Propagandafilm machen»

Journal B
«Ich wollte einen lesbischen Propagandafilm machen»

Themen: Kultur, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Bern/Freiburg

Veronika Minder blickt zur Jubiläumsausgabe des Berner Queersicht-Festivals auf dessen Anfänge und ihren Dokumentarfilm «Katzenball» zurück. Minder hatte ab 1988 während zwölf Jahren das Kellerkino programmiert und war in der queeren Szene der Reitschule aktiv. Die Festivalidee entstand gemeinsam mit Patrik Martinez in einer Silvesternacht vor dreissig Jahren. Für «Katzenball» recherchierte Minder sechs Jahre lang und interviewte dreissig Frauen. Der Film erzählt anhand von fünf Frauen verschiedener Generationen Schweizer Geschichte aus lesbischer Perspektive. Minder wollte damit bewusst einen lesbischen Propagandafilm schaffen; zugleich war er für sie eine Art Coming-out. Nach der Premiere 2005 in Solothurn lief der Film an internationalen Festivals und erhielt mehrere Preise. An der Jubiläumsausgabe wird er neben dem Berner Dokumentarfilm «Zwätschgegrill» im Kino Lichtspiel gezeigt. Für Minder bleibt das Festival ein wichtiger Begegnungsort.

journal-b.ch

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