Themen: Migration/Asyl, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Ilhan, 30, lebt seit Ende 2019 als Sans-Papiers in Zürich und wartet auf den Entscheid zu seinem Härtefallgesuch. Ohne Aufenthaltsbewilligung kann er kein Bankkonto eröffnen, keine Wohnung mieten und nicht legal arbeiten; selbst Zugbillette kauft er bar an einem bestimmten Automaten. Gelegenheitsarbeiten und die Unterstützung von Freundinnen und Freunden sichern seinen Alltag, seine Krankenkasse übernimmt die Sans-Papiers-Anlaufstelle Zürich. Polizeikontrollen meidet er aus Angst vor einer Ausschaffung. Mit zwölf Jahren kam Ilhan über den Familiennachzug in die Schweiz, besuchte in Zürich die Schule und erhielt eine Lehrstellenzusage. Nach der Scheidung seiner Mutter verlor die Familie jedoch die Bewilligung. Nach mehreren Jahren ohne geregelten Status in Frankreich kehrte er nach Zürich zurück. Das Härtefallgesuch stützt sich auf seine lange Bindung zur Schweiz, Sprachkenntnisse, Weiterbildungen und sein soziales Netz. Er hofft auf eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, um eigenständig leben zu können.