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«Wir managen die ganze Klasse» – jetzt machen Zürcher Lehrpersonen mobil

TSRI
«Wir managen die ganze Klasse» – jetzt machen Zürcher Lehrpersonen mobil

Themen: Bildung, CH-Politik, Gesellschaft

Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur

Die Zürcher Stimmbevölkerung entscheidet am 27. September über eine Änderung des Lehrpersonalgesetzes. Lehrpersonen sollen mehr Zeit für Vor- und Nachbereitung erhalten, Klassenlehrpersonen für Zusatzaufwand besser entschädigt werden. Der Mindestbeschäftigungsgrad stiege von 35 auf 40 Prozent; der Kanton veranschlagt jährliche Mehrkosten von 83 Millionen Franken. Der VPOD plant am 26. September eine Demonstration. Vier Fachpersonen beurteilen die Vorlage als begrenzten Schritt. Sie schildern fehlende Ressourcen, administrative Belastung und den Bedarf an mehr interdisziplinärer Unterstützung, Schulsozialarbeit und kleineren Klassen. Kritisch sehen mehrere die Förderklassen-Initiative, die Sonderklassen und zeitlich begrenzte erweiterte Lernräume vorsieht. Sie befürchten, sonderpädagogische Mittel würden dem Regelunterricht entzogen und soziale Ungleichheiten, besonders bei Kindern mit Migrations- oder Fluchtgeschichte, verstärkt. Für Kinder im Asylbereich seien individuelle Begleitung sowie Zusammenarbeit mit Eltern und Fachstellen besonders wichtig.

tsri.ch

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