Themen: Kultur/Feuilleton, Krieg&Frieden, Umwelt
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Mona Hatoums Ausstellung «Routes of Dissonance» im Kunst Museum Winterthur versammelt Arbeiten über Gewalt, Umweltzerstörung und menschliche Selbstgefährdung. Gleich beim Eingang stehen farbige gläserne Handgranaten; zwei Werke zeichnen die Kontinente in Glas nach. «Map Mobile» zeigt die Erdumrisse frei schwebend und veränderbar, während «Map (clear)» aus Abertausenden Glasmurmeln besteht, die den Boden eines Saals bedecken. In «Fossil Folly» sind Sukkulentenformen aus Behältern geschnitten, die zugleich an Öl- und Giftmüllfässer erinnern. Das Nachtlicht «Misbah» projiziert vorrückende Infanteriesoldaten, «Round and Round» reiht entsprechende Figuren auf. Weitere Arbeiten verbinden Gebetskugeln mit Kanonenkugeln, KZ-Pritschen und die Reste eines ausgebrannten zivilen Hauses, die nur durch Maschendraht zusammengehalten werden. Die Schau präsentiert Hatoums bekannte Werke als vielschichtige, zugleich deutliche Kritik an Zerstörung und Zynismus. Sie läuft bis 31. Januar im Kunst Museum Winterthur beim Stadthaus.