Themen: Migration/Asyl, Innen-Politik
Regionen: International, Nordamerika
Eine 23-jährige Zürcherin ist am 30. Oktober 2026 vor einem Inlandflug am Flughafen Dallas von drei ICE-Agenten festgenommen worden. Sie lebt seit 2025 mit ihrem US-amerikanischen Ehemann in den USA und wartet auf eine Green Card. Nach Angaben der Familie hatte das Paar vor dem Flug bei einer lokalen Behörde nachgefragt und keine Probleme erwartet. Die Agenten warfen ihr dennoch einen illegalen Aufenthalt vor. Nach einer Station in einem Ausschaffungszentrum wurde sie in ein Gefängnis in Oklahoma gebracht und dort laut Angehörigen an Händen und Füssen gefesselt. Inzwischen soll sie wieder in einem Zentrum bei Dallas sein. Ihre Familie hat Anwälte kontaktiert und prüft eine Klage, befürchtet aber hohe Kosten und eine lange Haft. Das EDA bestätigt den Fall; das Konsulat in Atlanta steht mit Behörden und Angehörigen in Kontakt. Ein Einwanderungsanwalt führt solche Festnahmen auf die Politik unter Donald Trumps zweiter Amtszeit zurück. Eine freiwillige Ausreise könnte ein mehrjähriges Einreiseverbot nach sich ziehen.