Themen: Wirtschaft/Finanzen, Leben
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Yappa Coffee am Predigerplatz im Zürcher Niederdorf bietet Espresso für drei Franken, Cappuccino für 4.50 Franken und Matcha für 5.50 Franken an. Die Mitte-zwanzigjährigen Gründer Timon Bolten und Serafin Maurer erklären die tiefen Preise mit einem konsequenten Take-away-Konzept und einer vollautomatisierten Kaffeemaschine. Dadurch müsse jeweils nur eine Person im Lokal arbeiten, was die Personalkosten senke. Die beiden lernten sich im Wirtschaftsstudium in St. Gallen kennen und arbeiteten später bei unterschiedlichen Softwarefirmen in Berlin. Bei Besuchen in Zürich und Basel seien ihnen die hohen Kaffeepreise aufgefallen; für das eigene Lokal kündigten sie ihre Jobs und kehrten in die Schweiz zurück. Das Konzept stösst auch auf Kritik. Vergleichbare Geschäfte in Berlin wurden wegen Preisdumpings boykottiert oder vandalisiert. Der Zürcher Gastronom This Schälchli verweist darauf, dass tiefe Preise mit hohen Mieten, fairen Löhnen und einem angemessenen Gewinn schwer vereinbar seien. Nach einem Softopening soll das Lokal am 18. Juli regulär starten.