Themen: Kultur, Innen-Politik
Regionen: International, Europa
Ein Brand hat das Kehlsteinhaus bei Berchtesgaden in Bayern schwer beschädigt. Die Polizei nahm einen Verdächtigen fest, nachdem dieser kurz nach Ausbruch des Feuers die Aufmerksamkeit der Ermittler auf sich gezogen hatte. Ob die Person beteiligt war, ist Gegenstand der laufenden kriminalpolizeilichen Untersuchung. Verletzt wurde niemand; beim Eintreffen der Rettungskräfte befand sich niemand im Gebäude. Der Rauchmelder hatte am Freitag gegen 21.50 Uhr Alarm ausgelöst. Als die Feuerwehr auf 1834 Metern Höhe eintraf, stand das Gebäude bereits vollständig in Flammen. Fast 200 Einsatzkräfte waren mobilisiert. Die Lage auf einem schwer zugänglichen Felssporn, Schnee und die Notwendigkeit schwerer Atemschutzausrüstung erschwerten die Löscharbeiten. Das zwischen 1937 und 1938 errichtete Kehlsteinhaus gehörte zur NS-Führersperrzone Obersalzberg. Es überstand den Zweiten Weltkrieg unbeschädigt und wird seit 1952 als Restaurant genutzt; eine Ausstellung dokumentiert seine Geschichte.