Themen: Demokratie, KI/Digital, Partei-Politik
Regionen: International, Nordamerika, Südamerika
Meta soll in Brasilien Werbung für den rechten Präsidentschaftskandidaten Flavio Bolsonaro bevorzugen und Stellungnahmen zugunsten von Amtsinhaber Inacio Lula unterdrücken. Die Lula-Partei hat nach Darstellung des Beitrags Beschwerde bei der Wahlkommission eingereicht. Die zweite und entscheidende Runde der Präsidentschaftswahl zwischen Bolsonaro und Lula steht am folgenden Sonntag an; eine Verschiebung des Urnengangs erscheine inzwischen kaum mehr möglich. Der Autor vertritt die Auffassung, Lula hätte ohne die behauptete Manipulation bereits den ersten Wahlgang gewonnen, und erwartet nun ein knappes Rennen. Er verbindet den Fall mit einer grundsätzlichen Warnung vor dem politischen Einfluss amerikanischer Tech-Konzerne und Superreicher in anderen Staaten. Zudem verweist er auf Jair Bolsonaros gescheiterten Versuch, nach seiner Wahlniederlage einen Militärputsch anzuzetteln, sowie auf seine Inhaftierung. Brasilien traut der Autor wegen seiner Erfahrungen mit der Militärdiktatur bis 1985 Widerstand gegen Autokratie zu, befürchtet angesichts der aufgeheizten Stimmung jedoch Gewalt unabhängig vom Wahlausgang.