Themen: KI/Digital, Innen-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: International, Europa
Die EU-Kommission hat gegen Booking ein Verfahren zur Einhaltung des Digital Services Act eröffnet. Sie prüft, ob die Plattform Risiken durch betrügerische Inserate, etwa für nicht existierende Unterkünfte, nicht vertragskonforme Angebote und Identitätsmissbrauch, ausreichend erkannt und begrenzt hat. Im Fokus stehen auch Phishing-Angriffe, die Weitergabe von Gäste- und Buchungsdaten an Beherbergungsbetriebe sowie die Gestaltung des Nachrichtendienstes. Brüssel will insbesondere klären, ob Schutzmassnahmen gegen missbräuchlich genutzte Daten und betrügerische Zahlungsaufforderungen genügen. Zudem untersucht die Kommission gesponserte Inserate: Nutzer sollen Werbung klar erkennen und erfahren können, wer sie bezahlt und weshalb sie angezeigt wird; auch Anpassungsmöglichkeiten der entsprechenden Einstellungen werden geprüft. Bei nachgewiesenen Verstössen könnten Artikel 34, 35 und 26 des Gesetzes verletzt sein. Das Verfahren umfasst Informationsersuchen, Befragungen und Inspektionen; sein Ausgang ist offen.