Themen: CH-Politik, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die bundesrätliche Darstellung der Individualbesteuerung wird anhand eigener Berechnungen infrage gestellt. Laut Botschaft profitieren 89 Prozent der Steuerpflichtigen von der Reform oder erfahren keine Veränderung; elf Prozent verlieren. Die Kritik richtet sich dagegen, dass auch Alleinstehende und Rentner sowie einzelne Personen statt Paarhaushalte gezählt werden. Bei Paaren mit mindestens einer erwerbstätigen Person ergeben die eigenen Berechnungen eine Mehrbelastung für 46 Prozent, eine Entlastung für zehn Prozent und keine Veränderung für 44 Prozent. Bei Einverdienerehepaaren sollen 53 Prozent mehr bezahlen, während keines profitiere. Ein Bericht der Eidgenössischen Steuerverwaltung von 2022 komme zu ähnlichen Ergebnissen, werde aber in der Botschaft nicht erwähnt. Gefragt wird, weshalb der Bundesrat seine Darstellung gewählt hat und ob der Bericht den parlamentarischen Kommissionen vorlag.