Themen: KI/Digital, Geopolitik, Krieg&Frieden
Regionen: International, Russland/Eurasien
Am 22. September 2026 diskutierten rund 2000 Teilnehmende aus 80 Staaten beim Moskauer Forum «Dialog über Fakes 4.0» über Desinformation, künstliche Intelligenz, Deepfakes und die Verifikation digitaler Inhalte. Das Global Fact-Checking Network und der Verband asiatisch-pazifischer Nachrichtenagenturen OANA vereinbarten, Wissen auszutauschen und gemeinsame Verfahren gegen Desinformation zu entwickeln. Aussenminister Sergej Lawrow stellte das Thema in einen geopolitischen Rahmen. Er warf westlichen Akteuren vor, Anschuldigungen rasch zu verbreiten, alternative Informationen zu beschränken und Russland von gemeinsamer Tatsachenfeststellung auszuschliessen. Als Beispiele nannte er Salisbury, Alexej Nawalny, Drohnenvorwürfe und Butscha. Vertreter von Agenturen aus Russland, Kuwait, Malaysia und Vietnam betonten die Pflicht, Meldungen vor der Verbreitung zu prüfen. Sie forderten direkte internationale Prüfkanäle, Verfahren gegen manipulierte Inhalte sowie Medienkompetenz. GFCN-Präsident Wladimir Tabak kündigte einen Standort in Dubai an und verlangte internationale Regeln für Informationsoperationen in Konflikten.