Themen: Gesundheit, Wissenschaft
Regionen: International, International Unbestimmt
Eine Studie der Jiao Tong University in Shanghai verbindet Intervallfasten mit einem um 91 Prozent höheren Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben. Die Forschenden werteten Angaben von über 20’000 Teilnehmenden einer amerikanischen Gesundheitsstudie aus, die im Schnitt acht Jahre beobachtet wurden. Als Vergleichsgruppe dienten Menschen, die über zwölf bis 16 Stunden täglich assen. Ärzte kritisieren, dass Dauer, Gründe und genaue Umsetzung des Fastens unklar seien. In der Fastengruppe gab es zudem viele übergewichtige Personen und Rauchende. Ernährungsmediziner David Fäh weist darauf hin, dass die Angaben zum Lebensstil auf Selbstauskünften beruhen. Er vermutet auch, dass Vorerkrankungen zu verändertem Essverhalten geführt haben könnten. Fäh hält den Nutzen des Intervallfastens zur Gewichtskontrolle gegenüber einer dauerhaften Kalorienreduktion für gering. Bei Fettleber könnte es helfen, wobei das Kaloriendefizit entscheidend sei. Älteren Menschen rät er zur Vorsicht, da längere Fastenphasen den Muskelabbau beschleunigen können.