Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien
Benjamin Netanjahu präsentierte sich bei der Uno-Vollversammlung vor den israelischen Wahlen erneut als kompromissloser Sicherheitsgarant. Zahlreiche Delegierte verliessen den Saal, während er Vorwürfe eines Völkermords in Gaza zurückwies, Hamas für das Massaker vom 7. Oktober 2023 verantwortlich machte und erklärte, Israel habe einen Genozid verhindert. Kritik aus Europa, Medien und von US-Politikern deutete er als Schwäche gegenüber Islamisten. Den gemeinsam mit den USA begonnenen Krieg gegen Iran rechtfertigte er mit der Verhinderung einer iranischen Atomwaffe und sagte einen Sturz des iranischen Regimes voraus. Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas bezeichnete Israels Vorgehen in Gaza als völkermörderisch und warf Israel im Westjordanland ethnische Säuberung und Staatsterrorismus vor. Netanjahu spielte Siedlergewalt herunter; eine Uno-Stelle zählte bis Ende Juli 23 durch Siedler getötete Palästinenser. Zudem soll Israel die Einfuhr von über 900 Rollstühlen für amputierte Kinder in Gaza blockiert haben.