Themen: Partei-Politik, Demokratie
Regionen: International, Westasien
Die Teilauszählung und Exit Polls zur Erneuerung der Knesset zeichnen ein tief gespaltenes Israel ohne absolute Mehrheit für eines der Lager. Nach 6'456 von über 12'000 ausgezählten Wahllokalen liegt Netanyahus Likud mit 24 Sitzen vor Gadi Eisenkots Bewegung Yashar mit 22. In der Bündnisrechnung erreicht Eisenkots Veränderungsblock jedoch 52 Sitze, zwei mehr als die bisherige rechte Koalition mit 50. Arabische Parteien tragen wesentlich dazu bei: Die Vereinigte Liste gewinnt 11 Mandate, Ra'am unter Mansour Abbas 7. Die Beteiligung beträgt 77,7 Prozent und ist die höchste seit 2001. Eisenkot will Netanyahu bei Bestätigung der Zahlen rasch ablösen. Netanyahu beansprucht als Chef der stärksten Partei eine rechte nationale Regierung und lehnt ein von arabischen Abgeordneten gestütztes Bündnis ab. Offen bleiben rund 600'000 Stimmen aus Sonderlokalen, die in der Vergangenheit eher Netanyahus Lager zugutekamen.