Themen: Innen-Politik, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Aargau/Solothurn
Bei einem Techno-Rave im Aarauer Schachen ist in der Nacht auf Sonntag die 22-jährige Italienerin Maria S. durch Schüsse getötet worden. Fünf weitere Personen wurden verletzt. Italienische Medien berichteten breit über den Fall; Aussenminister Antonio Tajani wurde eingeschaltet, und Bundesrat Ignazio Cassis übermittelte Italiens Regierung das Beileid der Schweiz. Auch Ministerpräsidentin Giorgia Meloni kondolierte der Familie. Für die strafrechtliche Aufarbeitung und eine mögliche Prüfung des Veranstalters ist entscheidend, von wo die tödlichen Schüsse abgegeben wurden. Der Sicherheitsverantwortliche erklärte mehrfach, die Schüsse seien von ausserhalb des Rave-Geländes gekommen. Die bisherigen Erkenntnisse der Kantonspolizei Aargau zeichnen jedoch ein komplexeres Bild: Patronenhülsen wurden sowohl ausserhalb des Perimeters als auch auf dem Veranstaltungsareal nahe der Bühne sichergestellt. Damit bleibt offen, ob die Schüsse innerhalb oder ausserhalb des geschützten Geländes fielen und ob neben der Täterschaft auch das Sicherheitsdispositiv untersucht wird.