22.5.2026 Heute Abend ist Highnoon in der Kantonalzürcher SP. Die Delegierten entscheiden, ob sie Daniel Jositsch in die Wüste schicken. Immerhin seit 2015 Ständerat von Zürich, einer von zwei, der in Bern die Interessen des wichtigsten Kantons vertritt. Die SP unter Führung der Jungsozialisten wollen Jositsch für die Wahlen vom nächsten Jahr weghaben. Er ist ihnen zu rechts. Mit Jacqueline „Jackie“ Badran haben sie ihre Bazooka gegen den Uni-Strafrechtsprofessor gefunden. Jackie The Kipper – die bekannteste SP-Frau soll Jositsch den Garaus machen. Sie würde 2027 für die SP in den Ständerats-Wahlkampf ziehen. Badran macht alle platt. Als ein Covid-Impfskeptiker im SRF-Abstimmungs-Studio für Minderheiten-Schutz plädierte, rammte ihn Badran ungespitzt in den Boden. Vor laufender Kamera. Der Mann wusste nicht, wie ihm geschah, lächelte verwirrt. Badran, wie sie lebt. No Mercy. Eine Walze der Kingsize-Klasse. Der Trump von Little Switzerland. Selbst Blocher würde heute alt aussehen im Zweikampf gegen die Linke, die vom reichen Zürichberg stammt, beste Studien genoss und zum Immo-Establishment zählt. Ihr scheint komplett egal, was man von ihr hält. Das hat vielleicht mit ihrer Unverwundbarkeit zu tun. Als eine Crossair-Maschine 2001 bei Bassersdorf in den Wald krachte, stieg Badran unverletzt aus dem rauchenden Rumpf. Als Erstes gönnte sie sich einen Schnaps in der nächsten Beiz im Gebiet. In ihrer Stadtzürcher SP geniesst Badran Kultstatus. Ihre eigene Lautstärke passt zu jener ihrer Fans. Die schreien einen Jositsch vor dem Frühstück vom Podium. Würde Badran den SP-Sitz im Stöckli verteidigen? Das ist die Millionen-Frage. Die ultralinken Scharfmacher verweisen auf Badrans Nationalrats-Resultat von 2023: Best gewählte Zürcherin. Ständerat ist nicht Nationalrat. In die kleine Klammer wählt man Köpfe. Sieger wird, wer die Herzen der Mitte erobert. Jackie The Kipper hat mit Mitte so wenig am Hut wie einst Blocher. Blocher kippte man aus dem Bundesrat.