Themen: Kultur/Feuilleton
Regionen: Schweiz, Tessin
Die Collezione Giancarlo e Danna Olgiati in Lugano zeigt unter dem Titel «Io sono un pittore» Werke von Jannis Kounellis. Der 1936 in Griechenland geborene Künstler emigrierte mit 20 Jahren nach Rom und wurde zu einer prägenden Figur der Arte povera. Seine wiederholte Selbstbezeichnung als Maler wirkt angesichts seiner ungewöhnlichen Materialien und Inszenierungen zunächst widersprüchlich: 1967 stellte er einen lebenden Papagei aus, 1969 brachte er zwölf Pferde in eine Galerie. In Lugano gehören ein Aquarium mit Fischen sowie Kakteen und Sukkulenten auf Erdstreifen zwischen Bleiwalzen zur Ausstellung. Als letztes Werk ist ein Feld aus 7100 kleinen, mit billigem Grappa gefüllten Gläsern zu sehen, auf denen zugeschnittene Bleiplatten liegen. Deren Formen erinnern an Jean Arp.