Themen: Gesundheit, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Tessin
Der Gemeinderat von Lugano hat die Lohnfortzahlung bei Krankheit für Personal der Sozialinstitute Lugano (LIS) reduziert. Während der ersten drei Krankheitstage erhalten Beschäftigte noch 80 Prozent des Lohnes, vom 15. bis zum 60. Tag 90 Prozent. Die Kantonsparlamentarier Danilo Forini (SP) und Giulia Petralli (Grüne) fragen den Staatsrat, ob ihm die Änderung bekannt war und ob Gesundheitsrisiken geprüft wurden. Sie befürchten, Angestellte könnten trotz Symptomen arbeiten, um Lohneinbussen zu vermeiden. Dadurch könnten besonders verletzliche Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen Infektionen ausgesetzt sein. Die Interpellation verweist auf höhere Sterblichkeit in Altersheimen während saisonaler Grippe- und Lungeninfektionswellen. Gefragt wird zudem nach der Haltung des Kantonsarztes, vorhandenen Risikodaten, verbindlichen Vorgaben für symptomatisches Personal sowie einer Prüfung von Auswirkungen auf Ausbrüche und Absenzen.