Themen: Kultur, Gesellschaft, Gleichstellung
Regionen: International, Westasien
Jerusalem zeigt sich jenseits des Bildes einer ausschliesslich religiösen und konfliktgeprägten Stadt als Ort lebendiger Jugend- und Subkultur. Im Mahane-Yehuda-Markt prägen Bars, Restaurants und die seit 2015 entstandenen Porträts des Graffitikünstlers Solomon Souza das Nachtleben. Seine Galerie umfasst auch arabische Persönlichkeiten und soll die gemeinsame Geschichte jüdischer und arabischer Händler sichtbar machen. Poetry Slam Israel gewinnt im Markt neues Publikum; der Dichter Arik Eber verarbeitet dabei auch die Trennlinien zwischen Juden und Arabern sowie Religiösen und Säkulären. Die Jerusalem Skater Girls verbinden Frauen unterschiedlicher Herkunft und Lebensweisen. Dragqueens der Gruppe Allah Nash treten im einzigen Gay-Bar der Stadt auf und behaupten ihren Platz in einem konservativen Umfeld. Die Band 60 Reebo kombiniert Punk, Electro und Metal mit hebräischen und aramäischen Sakraltexten, um religiöse und säkulare Milieus zusammenzubringen.