Prometheus: Der unabhängige Medienspiegel der Schweiz

Seite wird geladen …

Zum Inhalt springen
Zurück zur Übersicht

Les Allemands perdus de Lituanie: les enfants prodigues…

Sept
Les Allemands perdus de Lituanie: les enfants prodigues…

Themen: Gesellschaft, Krieg&Frieden, Migration/Asyl

Regionen: International, Russland/Eurasien, Europa

Deutsche Kinder aus Ostpreussen flohen nach Kriegsende 1945 vor Hunger und Gewalt nach Litauen oder wurden dorthin verschlagen. Historiker schätzen ihre Zahl auf 5000 bis 12'000. Als «Wolfskinder» bettelten sie um Nahrung, lebten teils ohne Erwachsene und wurden von litauischen Familien trotz drohender Deportation aufgenommen. Neue Namen, fingierte Dokumente und der Verzicht auf die deutsche Sprache sollten sie vor sowjetischer Verfolgung schützen, erschwerten später jedoch Rückkehr und Anerkennung. Waltraud Minnt überlebte nach dem Tod ihrer Mutter ein Arbeitslager in Sibirien und fand bei einer Bauernfamilie Schutz. Ella Karin Matimaitiene, Rudi Herzmann, Luise Quitsch und Eva Briskorn schildern frühe Arbeit, geringe Bildungschancen, Diskriminierung und jahrzehntelange Familientrennungen. Nach Litauens Unabhängigkeit 1991 organisierten sich 248 Betroffene im Verein Edelweiss; heute leben noch 63 in Litauen. Deutsche Behörden verlangten vielfach Geburts- und Abstammungsnachweise. Einige konnten ausreisen, andere blieben wegen fehlender Dokumente oder familiärer Bindungen in Litauen.

Sept

Zum Originalartikel