Themen: Krieg&Frieden, Geopolitik
Regionen: International, Westasien, Nordamerika
Eine Recherche von «The New Yorker» wirft der Regierung von Joe Biden vor, Israel im Gaza-Krieg trotz interner Warnungen nicht wirksam begrenzt zu haben. Nach der verlorenen Wahl von Kamala Harris 2024 kursierten in Washington Gesprächspunkte, die fehlende militärische Notwendigkeit weiterer Operationen, mögliche erzwungene Vertreibung, Hunger und hohe zivile Opferzahlen ansprachen. Ehemalige Regierungsmitglieder wie Antony Blinken und Jake Sullivan äussern rückblickend Bedauern. Die Regierung erwog laut Sullivan dreimal einen Bruch mit Israel, scheute aber Risiken für Geiseln, Waffenstillstandsverhandlungen und Israels Sicherheit. Biden genehmigte dennoch Notverkäufe und weitere Waffenhilfe; laut Text befürwortete das Weisse Haus während des Kriegs Lieferungen von über 20 Milliarden Dollar. Ein Bericht des Aussenministeriums hielt einerseits israelische Zusagen zum Schutz von Zivilpersonen fest, andererseits eine mögliche Nutzung amerikanischer Waffen entgegen Kriegsrecht oder Schutzstandards.