Themen: Gleichstellung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Auf der städtischen Plattform «Zürich schaut hin» sind innerhalb von fünf Jahren mehr als 2800 sexistische und queerfeindliche Übergriffe gemeldet worden. Ein grosser Teil der Belästigungen ereignet sich im öffentlichen Verkehr, auf Strassen oder in Parks. Erfasst werden unter anderem verbale Belästigung, Anstarren, Verfolgung, Exhibitionismus und körperliche Angriffe. Rund ein Drittel der Zürcher Bevölkerung kennt das Meldetool, und laut der zuständigen Fachstelle wird es mehrheitlich begrüsst. Seit dem Start fanden zudem 50 Weiterbildungen mit über 2100 geschulten Personen statt. Zwischen 13 und 21 Prozent der Meldungen stammen von Männern; meist berichten sie über beobachtete statt selbst erlebte Übergriffe. Bei den mutmasslichen Tätern handelt es sich in 79 bis 87 Prozent der Fälle um Männer, oft bleiben sie unbekannt. Seit dem 25. Juni nutzen Zürich, Bern und Luzern zusätzlich das gemeinsame Tool «Wir schauen hin».