Themen: Gesundheit, Innen-Politik
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Isabelle Danioth hat vor dem Verwaltungsgericht Obwalden zunächst durchgesetzt, dass die Invalidenversicherung eine Beinprothese des Typs Genium X3 für 60'000 Franken bezahlen muss. Nach einer Entzündung und der Amputation ihres rechten Unterschenkels im Jahr 2023 hatte die IV nur ein rund 30'000 Franken teures Modell bewilligen wollen. Danioth argumentierte, die teurere Prothese ermögliche ihr unter anderem Velofahren, Schwimmen und rückwärts Gehen und sei für ihre Arbeitsperspektiven wichtig. Anders als in Sozialversicherungsfällen üblich, fand eine öffentliche Verhandlung statt, in der ein unabhängiger Arzt als Zeuge angehört wurde. Das Gericht befand die gewünschte Prothese als die geeignetste Lösung. Ihr Anwalt sieht im Urteil einen möglichen Bezugspunkt für andere Betroffene. Die IV hat inzwischen Beschwerde eingelegt, weshalb der Entscheid nicht rechtskräftig ist. Nach sechs Jahren muss Danioth die Prothese erneut beantragen.