Themen: Umwelt, Wirtschaft/Finanzen
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
Der Kanton Zürich setzt im Kampf gegen Wildschweinschäden auf den Duftstoff Rakinol, der nach menschlichem Schweiss riecht. Damit sollen die Tiere von Äckern und Feldern ferngehalten werden, auf denen sie Mais und Weizen fressen und Ernteausfälle verursachen. In den vergangenen zwei Jahren zahlte der Kanton den Landwirtinnen und Landwirten jeweils 380'000 Franken für Schäden durch Wildschweine. Dieses Jahr dürften die Schäden wegen der sommerlichen Trockenheit noch höher ausgefallen sein: Die Tiere suchten offenbar Wasser in den Stängeln von Maispflanzen. Zugleich nimmt die Population jährlich um rund 300 Jungtiere zu. Ergänzend werden Maschinen eingesetzt, welche Warn- oder Schmerzensschreie von Wildschweinen nachahmen. Zudem soll nachts nur noch auf Feldern und nicht im Wald gejagt werden, damit die Tiere die Felder als gefährlich wahrnehmen und sich in den Wald zurückziehen. Die Massnahmen werden bis 2028 erprobt.