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Auf Réunion kühlt sich der Flughafen mit Wind

Infosperber
Auf Réunion kühlt sich der Flughafen mit Wind

Themen: Klima&Energie, Technologie, Umwelt

Regionen: International, Afrika

Das 2024 eröffnete Ankunftsterminal des Flughafens Roland Garros auf La Réunion wird ohne Klimaanlage gekühlt. Seine Architektur nutzt Passatwinde, Querlüftung und einen breiten Spalt im geschwungenen Dach, durch den warme Luft entweichen kann. Sensoren steuern mehr als 800 Fensterlamellen; über die Hälfte der Gebäudehülle lässt sich öffnen. Grosse Deckenventilatoren unterstützen die Luftzirkulation. Dadurch sinkt die gefühlte Temperatur im Innern laut Angaben um vier bis fünf Grad, auch wenn es draussen über 30 Grad warm ist. Das Konzept greift traditionelle lokale Bauweisen mit gegenüberliegenden Öffnungen, Lamellenfenstern, Vordächern und luftdurchlässigen Konstruktionen auf. Bei Regen, Zyklonen oder anderen Unwettern kann die Fassade vollständig geschlossen werden. Das Terminal benötigt laut Euronews 55 bis 60 Prozent weniger Energie als ein konventionelles Gebäude. Dreissig Prozent des Energiebedarfs stammen aus Photovoltaik; bis 2030 soll der Flughafen energieautark werden. Eine Übertragung auf verschmutzte europäische Grossstädte sei wegen der Aussenluftbelastung jedoch schwierig.

www.infosperber.ch

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