Themen: Bildung, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Zürich/Winterthur
An der Freien Katholischen Schule Zürich stehen Vorwürfe zu Unterrichtsqualität und Umgang mit Schülerinnen und Schülern im Raum. Ein Insider berichtet von überforderten Lehrpersonen und Mobbing schwächerer Kinder; die kirchliche Vertretung erklärt, die Vorwürfe seien bislang nicht bekannt gewesen, würden aber geprüft. Besonders kritisiert wird eine Aussage einer Lehrperson in einer Deutschlektion über Jiddisch: Sie soll gesagt haben, «unser Freund Adolf» habe die Sprache nicht verstanden. Die Schulleitung bezeichnet die Äusserung als unglücklich gewählt und verweist darauf, dass die Lehrperson ein ruhiges Arbeitsumfeld schaffen wolle. Die katholische Kirche im Kanton Zürich stuft den Satz als unangemessen ein, sieht ohne genauen Kontext jedoch keine Grundlage für Schlüsse über Haltung oder Absichten der Lehrperson. Die drei katholisch finanzierten Privatschulen zählen über 700 Schülerinnen und Schüler; je nach Konfession und Schulstufe können die Kosten über 20’000 Franken jährlich betragen.