Themen: Sport, Gesellschaft
Regionen: Schweiz, Basel/NWCH
Gegen den Basler Ruder-Club stehen schwere Vorwürfe im Raum. Aktive und ehemalige Athletinnen und Athleten berichten von hohem Druck durch Headcoach Daniel Blaser sowie von psychischer und körperlicher Gewalt. Blaser weist die Anschuldigungen zurück. Der Club zählt zu den erfolgreichsten Rudervereinen der Schweiz und gewann in den vergangenen Jahren zahlreiche Wettbewerbe. Im Zentrum steht die Frage, wie viel Druck im Leistungssport zulässig ist, insbesondere bei Jugendlichen. Ehemalige Spitzensportler betonen, Druck und Opfer gehörten zum Sport. Daraus dürfe jedoch kein Freipass für Grenzüberschreitungen entstehen. Entscheidend seien die Erwachsenen, die Trainingsmethoden bestimmen und eine Aufsichts- und Fürsorgepflicht tragen. Die Macht eines Headcoachs müsse durch wirksame Strukturen begrenzt werden, damit Minderjährige nicht selbst für ihren Schutz verantwortlich seien. Eltern fordern mehr Begleitung, regelmässige Fortbildungen und proaktive Kontrollen von Trainerinnen und Trainern. Auch ehrenamtliche Vereinsgremien müssten hinterfragt werden, wenn sie erfolgreiche angestellte Trainer kontrollieren sollen. Sportlicher Erfolg und Medaillen dürften problematische Methoden nicht rechtfertigen.