Themen: Gesellschaft, Leben, Ungleichheit
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Elon Musk mit offiziell 14 Kindern von vier Müttern und der 2019 verstorbene frühere Volkswagen-Chef Ferdinand Piëch mit offiziell 13 Kindern werden als Beispiele aussergewöhnlich kinderreicher, sehr vermögender Männer dargestellt. Ihnen werden frühere Grossfamilien in Schweizer Berggemeinden gegenübergestellt, in denen zwölf bis vierzehn Kinder verbreitet gewesen seien. Der Text verweist auf einen Walliser Architekten mit zwölf Kindern und auf heute bekannte Familien im Grossraum Zürich mit fünf oder mehr Kindern. Zugleich zeichnet er ein Bild sinkender Familiengründungen und später Mutterschaft in der Schweiz. Die finanzielle Lage wird als entscheidender Unterschied hervorgehoben: Bei Scheidungen, Unterhaltspflichten, hohen Wohnkosten und geringem Einkommen seien neue Beziehungen und grosse Familien schwer finanzierbar. Historische katholische oder reformierte Normen in Wallis und Graubünden würden dabei weniger prägen als wirtschaftliche Möglichkeiten. Eine Grossfamilie erscheine unter heutigen Bedingungen als Luxus, für den ein Elternteil besonders gut verdienen müsse.