Themen: Klima&Energie, CH-Politik, Demokratie
Regionen: Schweiz, Schweiz Unbestimmt
Die Klimadebatte darf Anpassung an Hitzewellen und die Bekämpfung ihrer Ursachen nicht gegeneinander ausspielen. Der Kommentar kritisiert eine Politik, die Klimaanlagen und andere Anpassungsmassnahmen als sichtbare Antwort präsentiert, gleichzeitig aber Subventionen für klimaschädliche Aktivitäten fortführt. Anpassung sei angesichts zunehmender extremer Ereignisse notwendig, dürfe jedoch nicht als Ersatz für wirksamen Klimaschutz dienen. Für die Schweiz wird eine Erwärmung von drei Grad gegenüber 1,4 Grad weltweit hervorgehoben; der Untergang von Blatten könnte nach Ansicht des Autors damit zusammenhängen. Umweltminister Albert Rösti wird als Vertreter einer Politik angegriffen, die nur das Minimum tue und damit Demokratie beschädige. Ein grünes Ja zu Klimageräten sei pragmatisch, aber kein politischer Kurswechsel. Das zentrale Ziel bleibe Netto-null. Die fortschreitende Erhitzung verschärfe zudem Ungleichheit und autoritäre Tendenzen; Verweigerung und Zynismus böten darauf keine Antwort.