Themen: Wirtschaft/Finanzen, KI/Digital
Regionen: Schweiz, Zentralschweiz
Bitcoin Suisse baut in der Schweiz Stellen ab und verlagert zahlreiche Tätigkeiten ins Ausland. Von 120 Arbeitsplätzen sollen 60 wegfallen, wie das Zuger Unternehmen bereits im September bekannt gegeben hatte. CEO Andrej Majcen begründet den Schritt mit der langfristig zu hohen Kostenbasis in der Schweiz. Backoffice-Aufgaben könnten am Standort Bratislava erledigt werden, wo die Lohnkosten teilweise 60 bis 70 Prozent tiefer lägen. Bitcoin Suisse positioniert sich laut Majcen als internationaler Finanzdienstleister und richtet sich auf Vermögensverwaltung für institutionelle Kundschaft sowie vermögende Privatpersonen aus. Der CEO erklärt zudem, Kryptowährungen hätten in der Schweiz nicht mehr dieselbe Priorität wie früher. Zug war mit der Crypto Valley und der Token-Ausgabe der Ethereum-Stiftung, die Bitcoin Suisse unterstützte, ein wichtiger Ort des ICO-Booms von 2017. In den vergangenen fünf oder sechs Jahren sei in der Schweiz jedoch wenig geschehen, während andere Märkte regulatorische Rahmen geschaffen hätten.